Dubrovnik - Hafenstadt

Inlandstransfer

Viele unserer Mitsegler nutzen die Gelegenheit und schauen sich weitere Ziele in Kroatien an, wenn sie einmal angereist sind. Oft stellt sich dann die Frage, wie man den Inlandstransfer am besten regeln soll.

Doch auch diejenigen Gäste, die einen unserer beliebten Streckentörns auswählen, um noch mehr vom Urlaub zu haben, stehen oft vor der Frage, wie sie den Inlandstransfer managen sollen.

Eins vorweg: Im Rahmen unserer individuellen Beratung unterstützen wir unsere Gäste natürlich bestmöglich. Doch manchmal möchte man sich ja auch vorab erkundigen, ohne gleich in die Buchung einzusteigen. Dazu dient dieser Beitrag.

Verschiedene Möglichkeiten des Inlandstransfers

Ähnlich, wie in Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es auch in Kroatien zahlreiche Möglichkeiten, um von A nach B zu kommen. Und so, wie Deutschland bekannt ist für das gut ausgebaute Autobahnnetz und die Schweiz für das einzigartige Bahnnetz, so hat auch Kroatien einige Besonderheiten, die man einfach wissen sollte.

Bedingt durch den noch nicht allzu lange zurückliegenden Jugoslawienkrieg, aber auch durch die Geographie des Landes und die Verteilung der Bevölkerung im Land, gibt es bis heute einige Besonderheiten, die es zu wissen lohnt.

Sieht man einmal von der Bevölkerung der Hauptstadt Zagreb (820.000 Einwohner) ab, so wohnen, leben und arbeiten weit über 50% der Einwohner entlang des Küstenstreifens der Adria.

Da dieser Küstenstreifen vom Handel (per Schiff) und vom Tourismus lebt, wird entlang des Küstenstreifens auch der größte Teil des Bruttoinlandsproduktes verdient. Dementsprechend gut ausgebaut sind die Mobilitätsmöglichkeiten entlang der Küste. Entsprechend schlechter sind sie Inland. Und das merkt man vor allem am Zustand der Nebenstraßen, aber auch an der Vielzahl an verlassenen Häusern auf dem Land, während in Urlaubsregionen und in Strandnähe Immobilien je nach Lage sogar teurer sind, als in Deutschland.

Dein Inlandstransfer ist einfach

Einfach ausgedrückt, kannst Du Dich in Kroatien mit folgenden Verkehrsmitteln bewegen:

  • Flugzeug
  • Zug
  • Auto
  • Bus
  • Taxi
  • Schiff
  • Fahrrad

Der Inlandstransfer mit dem Flugzeug

Zu Beginn: In Kroatien haben zahlreiche kleine Städte entlang der Adria einen Flughafen, der oft nicht weit von der Küste und von der nächsten Stadt entfernt ist. Das ist für Urlauber sehr angenehm, weil sie an nahezu jede typische Urlaubsdestination mit dem Flugzeug anreisen können. Und das ist gar nicht so „normal“, wenn man sich einmal bewusst macht, dass Städte, wie zum Beispiel Dubrovnik und Pula zusammen mit auf 100.000 Einwohner kommen. Städte dieser Größe haben in den deutschsprachigen Ländern nicht einmal einen vernünftigen Bahnhof.

Trotzdem ist der Inlandsflugverkehr in Kroatien quasi unmöglich. Quasi, weil es natürlich die Möglichkeit gibt, von Pula über Wien, Frankfurt oder Zürich nach Dubrovnik zu fliegen. Aber eben nicht direkt – es sei denn, man fliegt privat und hat eine entsprechende Lizenz.

Da viele Billigairlines Kroatien ansteuern, ist das Flugzeug ein sehr beliebtes Reisevehikel. Besonders bei Pauschaltouristen ist es extrem beliebt. Kombiniert mit einem hoteleigenen Bus, ist man eben schnell am Zielort.

Unsere Gäste nutzen das Flugzeug ebenfalls gerne als Anreiseinstrument. Dies liegt auch daran, dass der typische Deutsche eben ungerne sein Auto für die Dauer des Segeltörns unbewacht irgendwo stehen lassen möchte.

Doch auch die Geschwindigkeit, mit der man vor allem die südlichen Regionen Kroatiens erreicht, spricht deutlich für den Flug.

Herausforderung Streckentörns

Bei Segeltörns, die nicht am gleichen Hafen enden, wie sie begonnen haben, tun sich viele unserer Kunden schwer. Ja, aus der Beratung am Telefon wissen wir, dass ein anderer Ankunftsflughafen als der Startflughafen für den einen oder anderen Gast ein fast unvorstellbares Hindernis darstellt. Doch dem muss nicht so sein, wie viele unserer Gäste bestätigen können.

Beim Streckentörn bietet es sich natürlich an, auf dem Hinweg einen Flughafen in der Nähe des Starthafens für den Segeltörn zu haben. Genauso bietet es sich an, für den Rückflug einen Flughafen in der Nähe des Zielhafens auszuwählen. Zweimal kann man so (ähnlich wie die Pauschaltouristen) mit dem Taxi vom Flughafen zum Hafen fahren, bzw. umgekehrt.

Doch manchmal lohnt es sich anders zu denken und zu handeln. Denn viele unserer Streckentörns haben wir bewusst so positioniert, dass der bei Flugreisen besonders teure „Bettenwechsel-Samstag“ gemieden werden kann. Mehr noch: Durch Start und Ende an einem Wochentag bietet es sich förmlich an, sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg einen Tag dranzuhängen, um sich die jeweiligen Städte näher anschauen zu können.

Wer diesem Rat folgt, muss dennoch nicht zwei unterschiedliche Flughäfen nutzen. Denn vielfach (aber nicht immer) ist es günstiger, für Hin- und Rückweg den gleichen Airport zu nutzen.

Wer das nutzt, dem empfehlen wir besonders gerne den Bus (siehe unten).

Der Inlandstransfer mit dem Zug

Die beiden größten (und international betrachtet wichtigsten) Bahnhöfe haben Zagreb und Rijeka. Internationale Verbindungen aus dem gesamten europäischen Ausland treffen hier ein oder starten hier.

Da die Routen nach Zagreb und Rijeka durch Serbien und durch die Alpen führen, sind diese Züge nicht sonderlich schnell. Zwar sind einige Züge zwischenzeitlich hochmodern – doch wer einen ICE oder TGV erwartet, wird spätestens beim Blick auf Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit enttäuscht werden.

Die Fernverbindungen eigenen sich also besonders für diejenigen Gäste, die im Norden Kroatiens Urlaub machen, die nicht gerne fliegen und vielleicht kein eigenes Auto haben. Spannend aus unserer Sicht sind auch die Nachtzüge nach Zagreb, die es zum Beispiel von München, Berlin und Zürich gibt.

Innerhalb Kroatiens mit dem Zug zu verreisen, stellt sich etwas schwerer vor, als vermutlich viele Gäste denken würden. Während man in Istrien noch fast jeden Ort mit dem Zug erreicht, wird es in Dalmatien schon schwieriger (oder zumindest langwieriger).

Zwei Besonderheiten gibt es zu beachten: Zwischen Split und Dubrovnik gibt es kein Bahnnetz. Und Istrien ist auf wundersame Weise vom restlichen Bahnnetz abgeschnitten. Dies liegt im Učka-Tunnel begründet, der neu und für den Bahn-Schnellverkehr ausgebaut werden soll, aber aktuell nicht weitergebaut wird. Momentan dient die kurze Busverbindung zwischen Lupoglav und Rijeka als Ersatz – bedeutet aber 2x umsteigen mehr.

Der Inlandstransfer mit dem Auto

Der Individualverkehr lebt europaweit weiterhin vom Autoverkehr. Während die Anreise nach Kroatien vor allem am Karawankentunnel immer wieder zum Geduldsspiel wird (vor allem am „Bettenwechsel-Samstag“), läßt es sich in Kroatien recht gut mit dem Auto fahren.

Parkplätze lassen sich recht gut in Seitenstraßen finden und an einigen Häfen des Landes haben sich Privatleute ein lukratives Nebenverdienst eingerichtet, in dem sie Wochengäste von Segeltörns auf ihren eigenen Parkplätzen, in Einfahrten oder auch Garagen parken lassen (gegen Gebühr versteht sich).

Wer nicht selbst mit dem eigenen PKW anreist, wird vermutlich Interesse haben, vor Ort einen PKW zu mieten. Hier gibt es reichlich Auswahl. Neben privaten Vermietern (typischerweise muss hier die Abholstation und die Rückgabestation identisch sein) gibt es vor allem an den Flughäfen auch große, international bekannte Autovermietungen. Die Preise sind für südliche Länder typisch und Kleinwägen eher üblich.

One-Way-Vermietungen werden in Kroatien (wie auch in anderen typischen Urlaubsländern) überproportional teuer angeboten. Oft lohnt es, von zuhause aus zu buchen (z.B. über Automobilclubs). Letzteres ist vor allem ratsam, wenn besondere Fahrzeuge gebraucht werden. PKW, die z.B. einen Anhänger ziehen dürfen oder z.B. sieben Sitze haben, sind in Kroatien eher Mangelware (aber nicht unmöglich zu erhalten).

Inlandsverkehr mit dem Bus

Während die Bedeutung von Bussen in vielen Ländern Europas (abgesehen vom Schul- oder Fernreisebus) sukzessive abnimmt, entwickelt sich das Busnetz in Kroatien immer weiter. Die Topographie, aber auch das Fehlen von Schienen führt dazu, dass der Bus in Kroatien eine große Bedeutung hat.

Sowohl Einheimische, als auch Touristen nutzen die Busse, um nicht nur von A nach B zu kommen, sondern auch, um besondere Sehenswürdigkeiten im Inland anzusteuern.

Die für unsere Mitsegler interessanten Busverbindungen sind fast alle in der Hand von zwei Unternehmen:

  • Flixbus
  • Arriva

Während Flixbus vielen unserer Gäste etwas sagt, ist Arriva ein Zusammenschluss von mehrerer großer Busunternehmen Kroatiens, die zusammen ein recht stabiles Busnetz aufgebaut haben.

Am einfachsten ist es, die beiden Städte, die mit der Busreise verbunden werden sollen, auf den Websites beider Unternehmen einzugeben und dort nach Verbindungen zu suchen. Viele unserer Gäste sind überrascht, wie viele der überregional fahrenden Busse es tatsächlich gibt. Und auch preislich sind sie nicht unattraktiv. Sogar der Komfort der Busse hat ein hohes Niveau erreicht. Mancher kroatische Bus ist z.B. hinsichtlich Klimaanlage und Sauberkeit besser aufgestellt, als mancher Regionalzug in Deutschland.

Der Inlandsverkehr mit dem Bus ist daher unsere Top-Empfehlung für alle diejenigen Gäste, die einen Streckentörn mit uns machen und entweder auf Hin- und Rückweg den gleichen Flughafen nutzen oder aber an einem Ort ihr Auto haben stehen gelassen. Klar, und wer mag, kann auch mit der Bahn bis nach Split fahren und von dort aus mit dem Bus nach Dubrovnik. Auch das geht, lässt sich flexibel kombinieren und bietet die Chance, in jeder größeren Stadt auf der Strecke einen Tag Zwischenhalt zu machen und so möglichst viel vom Land Kroatien und seinen Menschen mitzunehmen.

Inlandsverkehr mit dem Taxi

Wie in anderen Ländern auch, lohnt sich der Transfer mit dem Taxi eigentlich nur zwischen Flughafen und Yachthafen. Auch wenn kroatische Taxen nicht übertrieben teuer sind, so gibt es auf den meisten Routen eben doch auch Busse, die die gleiche Strecke in beinahe der gleichen Zeit zu einem Drittel des Preises zurücklegen. Taxifahrten empfehlen wir eher denjenigen Gästen, die zwar zum Segeln in die Adria kommen, aber eben mit der einheimischen Bevölkerung möglichst wenig in Kontakt kommen wollen – oder eben ihr Gepäck aus gesundheitlichen Gründen (oder weil die Familie mehrere kleine Kinder hat) nicht tragen können.

Taxen findet man in Kroatien überall, so lange man sich in Städten, an Flughäfen, an Sehenswürdigkeiten oder am Strand aufhält. Reist man ins Landesinnere, kann es gefühlte Tage dauern, bis zufälligerweise ein Taxi vorbeikommt…

Inlandstransfer mit dem Schiff

Na logisch: Am allerschönsten ist die Reise mit einem Segelschiff von A nach B. Lautlos im Wind, nur die Wellen schlagen ein wenig gegen den Schiffsrumpf, stellt die Segelyacht natürlich die bevorzugte Fortbewegungsart dar.

Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten – und die werden gerne übersehen oder vergessen! In Kroatien gibt es jede Menge Fähren, die die großen Städte miteinander verbinden. Wer zum Beispiel von Split nach Dubrovnik kommen möchte, kann die rund 230 km mit dem Auto (bei wenig Verkehr) in gut drei Stunden zurücklegen. Wer die gleiche Strecke mit der Fähre zurücklegen möchte, braucht ca. 1,5 bis 2 Stunden länger, kann aber wesentlich besser das Meer genießen. Und für rund 40 Euro ist der Preis für diese Strecke nicht einmal doppelt so hoch, wie die gleiche Strecke mit dem Bus kostet (der es aber auch kaum schneller schafft und zumeist nicht so viel Platz zum Bewegen bietet).

Ein weiterer Vorteil sind auch die unterschiedlichen Uhrzeiten, die die Fähren bieten: Manche starten morgens früh, andere eher gegen Mittag, wieder andere erst am Nachmittag und fahren in die Nacht hinein. Das macht den „Seefahrer“ recht flexibel. Und: Manche Strecken werden auch von modernen Katamaranen befahren.

 

Inlandstransfer mit dem Fahrrad

Die wohl gesündeste Fortbewegungsart direkt nach dem Segeln ist die Fahrt mit dem Fahrrad. Die oben aufgezeigte Strecke Split – Dubrovnik ist landschaftlich reizvoll, aber tatsächlich nur etwas für geübte Radfahrer. Vermutlich sind das eher Mitsegelgäste, die von Köln aus nach Dubrovnik mit dem Fahrrad fahren, sich dann auf einer unserer Segelyachten eine Woche Erholung gönnen, um dann die gleiche Strecke von fast 1.700 km wieder retoure anzutreten.

Fahrräder leihen kann man übrigens vor allem in Istrien recht gut. Die Nähe zu Italien und die angenehme Topographie leisten hier einen wichtigen Beitrag. Leider sind uns bisher keine Fahrradverleihe bekannt, die Zweiräder auch für One-Way-Strecken vermieten. Dafür gibt es bereits gut ausgestattete E-Bikes in den nördlichen Städten Istriens zu mieten.

Wir beraten Dich gerne!

Egal für welchen Segeltörn Du Dich entscheidet: Wir beraten Dich gerne und unterstützen Dich auch bei Deinen Reiseplänen!

Einige Ausflugsideen findest Du bereits in unseren Törnbeschreibungen. Weitere werden in den nächsten Wochen sukzessive auf unserem Blog folgen. Du darfst also gespannt sein. – Wir wünschen Dir wundervolle Ferien in Kroatien. Und eine einmalige Zeit bei uns an Bord.